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Fragen & Antworten an und von dem Landesvorstand:

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Vorstandsvorsitzender »

 

Marc Christian Bunger

geb. 1994

 

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stellv. Vorsitzende »

Katherina Mylonas

geb. 1983

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Schriftführer »

André Schäfer

geb. 1981

 

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die Kassenprüfer»

 

zum Thema Väterrechte

 

 

Frage:

Wie steht die Familien-Partei zum Thema Doppelresidenzmodell?

 

K. Mylonas:

Zum Doppelresidenzmodell hat die Familien-Partei Deutschlands so noch keinen Konsens in ihrem Parteiprogramm verankert. Hierfür sind 'Betroffene' nötig, die sich diesem Thema annehmen möchten.

 

Aber grundsätzlich setzen wir natürlich auf den Artikel 6 Absatz 2 des Grundgesetzes "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern..." Was auch nach einer Trennung für beide Elternteile weiterhin zutreffen sollte. In wie fern es jedoch in Form eines Doppelresidenzmodell umsetzbar ist, hängt meiner Meinung nach sehr von den psychologischen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen der Eltern ab. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass beide Elternteile permanent an sich arbeiten müssen, um eine derartige Lebenssituation zum Wohle des Kindes gestalten zu können. Man muss sich in allen Belangen einig sein, oder dem Kind zumindest ohne Wertung erklären können, wieso und weshalb Mama oder Papa Dinge/Abläufe anders macht und gestaltet als man selbst. Zudem stehen meist eventuelle Enttäuschungen und/oder Verletzungen zwischen den Fronten, was leider viel zu viele die Kinder spüren lassen. Nicht selten wird das Kind daher auch als Druckmittel 'benutzt', was natürlich in keinster Weise der Fall sein darf.

 

Aus eigener Erfahrung: Als Trennungskind weiß ich, wie es ist, wenn Mama und Papa sich immer zoffen. Welche negativen Auswirkungen es auf die Psyche haben kann. Aus diesem Grund lege ich alles daran, dass es meinem Kind nicht so ergeht. Und so leben wir seit der Trennung zum Vater noch immer im selben Ort und pflegen einen guten Kontakt (auch telefonisch, wenn dem Kind danach ist). Der typische 14-tägige Wochenendbesuch ist auch bei uns geläufig, aber wenn außer der Reihe mal Geburtstage anstehen oder die Sehnsucht kommt wird selbstverständlich getauscht oder ein Besuch abgehalten. Grundsätzlich fragen wir unser Kind auch, was es gerne möchte und machen ihm kein schlechtes Gewissen, wenn es sich gegen den Einen von uns entscheidet. So saß ich vergangenen Heiligabend und Silvester z.B. auch mal alleine.

Ich bin froh und danke dem Vater meines Kindes und seiner neuen Familie dafür, dass wir es bis hierhin geschafft haben und ich glaube auch, dass es so für alle Beteiligten bestmöglich geregelt ist. Das Doppelresidenzmodell in Form von eine Woche bei Mama, eine Woche beim Papa, Mama, Papa, ... kann ich mir für uns nicht vorstellen, da wir unserem Kind dann keinen geregelten Tagesablauf, Woche für Woche bieten könnten. Ich denke es ist wichtig, dass ein Kind ein festes Zuhause hat, wo er Wurzeln schlagen kann. Aber ein zweites Umfeld, ein zweites Kinderzimmer, viele liebe Menschen, die es immer Willkommen heißen und wo es sich fallen lassen kann, kann eine enorme Bereicherung sein!

Hinzu kämen aber auch noch weitere Faktoren. Ich wüsste z.B. nicht, wie es derzeit beruflich umsetzbar wäre. Mein Ex kann z.B. nach wie vor Vollzeit arbeiten gehen und ich habe durch Geburt, Stillzeit, etc. auf meine berufliche Karriere verzichtet (Aus diesem Grund war auch klar, dass das Kind nach der Trennung erst mal mit zu mir geht). Wie wäre das Doppelresidenzmodell beruflich vereinbar? Hier bin ich auf Vorschläge gespannt !!!

 

Mein Fazit: In erster Linie ist das Wohl des Kindes zu berücksichtigen und die eigenen Interessen zurück zu stellen. Ein Kind kann sich nun mal nicht teilen! Ich würde mir wünschen, dass sich viel mehr Eltern mit der kindlichen Psyche auseinandersetzen. Dann würden sich viele Probleme von alleine lösen.